© Tomasz Lewandowski

Polish Summer. Fotografien von Tomasz Lewandowski

4. März bis 7. Juni 2020, Universitätsplatz 11 (Löwengebäude), 06108 Halle (Saale). Vernissage: 4. März 2020, 18:00 Uhr

Anlässlich des 5. Kongresses Polenforschung, der vom 5. bis 8. März 2020 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stattfindet, zeigt die Zentrale Kustodie eine Ausstellung von Tomasz Lewandowski mit aktuellen Fotografien aus Polen.

In den letzten drei Jahren bereiste Tomasz Lewandowski sein Geburtsland und unterzog es einer ästhetischen Analyse. Er richtete die Kamera auf Orte des Alltags und des Konsums ebenso wie auf historisch und politisch aufgeladene Objekte. Auf diese Weise vermittelt er eine Vorstellung von Mentalitäten, gesellschaftlichen Umbrüchen und nationalem Selbstverständnis.

Die Fotografien aus den Jahren 2017 bis 2019 zeichnen ein spannungsreiches Bild von Polen. Neben Motiven, durch die der Fotograf postsozialistische Realitäten zu ironisieren scheint, hängen ernste, symbolhafte Bilder, die von gesellschaftlichen Verwerfungen der Transformationszeit seit 1989 erzählen. Die Fotografien zeigen ein vielschichtiges, bisweilen überraschendes Porträt des Nachbarlandes und lassen uns als BetrachterInnen an den aktuellen Auseinandersetzungen der polnischen Gesellschaft teilhaben.

Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fotografen Tomasz Lewandowski, des Aleksander-Brückner-Zentrums für Polenstudien, und der Zentralen Kustodie.

Fotograf:
Tomasz Lewandowski wurde 1978 im polnischen Nysa (Neiße) geboren. Seit mehr als zehn Jahren lebt und arbeitet er in Deutschland. In Halle studierte er Fotografie an der Burg Giebichenstein. Der Fotograf betrachtet sein Geburtsland mit den Augen eines Einheimischen und eines Fremden.

Hintergrund:
Das Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien, ein kooperatives Projekt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Friedrich-Schiller-Universität Jena, widmet sich der interdisziplinären Erforschung historischer und gegenwärtiger Formationen polnischer Staatlichkeit, Gesellschaft, Sprache und Kultur. Darüber hinaus gestaltet es den Masterstudiengang "Interdisziplinäre Polenstudien" und ein öffentliches Kulturprogramm.

Der Kongress Polenforschung findet in Kooperation mit dem Deutschen Polen-Institut Darmstadt seit 2009 alle drei Jahre an einer anderen deutschen Universität statt, 2020 zum ersten Mal in Halle (https://www.polenforschung.de). Das Rahmenthema lautet "Gerechtigkeit". Erwartet werden über 300 TeilnehmerInnen aus Deutschland, Polen und anderen Ländern.

Prof. Dr. Yvonne Kleinmann
Sekretariat: Sylvia Opel
Zimmer: 1.59.0
Tel. / Fax: ++49 (0)345 55 - 24281 / 27101
sylvia(dot)opel(at)geschichte(dot)uni-halle(dot)de
aleksander-brueckner-zentrum.org

Die Zentrale Kustodie ist als kunsthistorisch-museologische Forschungs- und Verwaltungsstelle der Universität ein wichtiger Partner für das Rektorat und Universitätsinstitute sowie ein fester Bestandteil in der halleschen und regionalen Kultur- und Museumslandschaft. In Zusammenarbeit mit den Instituten und ihren Sammlungen durchgeführte Sonderausstellungen geben Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit an der Universität.

Dr. Dirk Schaal
Zentrale Kustodie und Universitätsarchiv
dirk(dot)schaal(at)kustodie(dot)uni-halle(dot)de
www.kustodie.uni-halle.de

Hier können Sie das Poster und die Karte zur Ausstellung im PDF-Format herunterladen.