Aliaksandr Dalhouski (Minsk): Der Zweite Weltkrieg in Belarus und die aktuellen Deutungen der Gewalt, 14.1.

Im Rahmen der Reihe: "Belarus: Protest im Kontext"

Am 14. Januar um 18 Uhr (c.t.) auf Zoom

Seit den Präsidentschaftswahlen im August 2020 steht Belarus im Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. Die hartnäckig gegen die gefälschten Wahlergebnisse protestierende Demonstrant_innen werden mit staatlichen Repressionen, Verhaftungen und alltäglicher Gewalt konfrontiert. Die westeuropäische Öffentlichkeit berichtet regelmäßig über die aktuelle Lage, und Stimmen aus Belarus finden, v.a. in digitalen Medien Gehör. Für viele Beobachter_innen ist aber Belarus Neuland.

Mit dem Ziel, den Blick für Belarus in seiner gegenwärtigen wie historischen Vielschichtigkeit zu öffnen, entstand am Alekander-Brückner-Zentrum Idee für die Reihe "Belarus: Protest im Kontext".

In ganz unterschiedlichen Vorträgen werden vier Referent_innen Aspekte der Gegenwart und der Vergangenheit von Belarus beleuchten: Wie verlief die belarusische Transformation seit Beginn der 1990er, und wie wirkt sie bis heute nach? Welche Rolle spielt die Literatur bei den gesellschaftlichen Protesten in den 2000er Jahren? Wie stark prägt die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg die kulturpolitische Landschaft? Von welchen soziokulturellen Entwicklungen erzählt die belarusische Straßenmusik?

Von Dezember 2020 bis Januar 2021 laden wir Sie ein, mit uns Belarus kennenzulernen.

3. Dezember 2020: Olga Dryndova (Bremen): Belarus - 2020: Abschied von der Sowjetunion?
17. Dezember 2020: Yaraslava Ananka (Berlin): Topographie des Ungehorsams: Poetik und Pragmatik des belarussischen Protests
14. Januar 2021: Aliaksandr Dalhouski (Minsk): Der Zweite Weltkrieg in Belarus und die aktuellen Deutungen der Gewalt
28. Januar 2021: Klaus Näumann (Halle): Belarussische Straßenmusik und was sie über die Gesellschaft sagt

Die Vorträge finden jeweils donnerstags von 18.00 bis 19.30 Uhr online statt: Bitte melden Sie sich bis 10 Uhr am Tag des Vortrags bei Johann Wiede an (johann.wiede@uni-jena.de).

Bild: © privat