© Oliver Wiebe

Deutsch-polnische Versöhnung – Ein Update

Workshop und Studienreise nach Warschau

Während die ältere Generation sowohl mit den Inhalten als auch dem Narrationsstil der deutsch-polnischen Versöhnung seit den 1960er Jahren etwas anfangen kann, liegt das Thema jüngeren PolInnen und Deutschen oft fern. Gründe dafür gibt es genug: Der historische Kontext ist unbekannt, das Detailwissen über die Protagonisten fehlt, und irgendwie klingt das ganze Thema abgedroschen. Der Workshop und die daran anschließende Studienreise gehen von diesen Rahmenbedingungen aus und versuchen sich dem deutsch-polnischen Versöhnungsprozess und seinen Akteuren auf eine neue Art und Weise zu nähern. Anhand von Lektüretexten betrachten wir die historischen Rahmenbedingungen und überlegen, wie dieser Prozess heute verständlich und ansprechend vermittelt werden kann. Im Anschluss an den Workshop im Wintersemester 2019/2020 gibt es zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit Gelegenheit, für einige Tage nach Warschau zu fahren, um mit den ProtagonistInnen der deutsch-polnischen Versöhnung (oder mit deren NachfolgerInnen) ins Gespräch zu kommen und sie zur Aktualität des Themas und zu seiner zeitgemäßen Kommunizierbarkeit zu befragen.

Der Workshop und die Reise nach Warschau sind als Vorbereitung für ein Blockseminar geplant, das im Zusammenhang mit der Präsentation der Ausstellung "Bartoszewski 1922-2015: Widerstand Erinnerung Versöhnung" in Halle im Sommersemester 2019/2020 stattfinden wird. Es ist aber möglich, an beiden Veranstaltungen unabhängg voneinander telzunehmen. Die Anzahl der Plätze ist limitiert. Interesserte StudentInnen melden sich bitte direkt bis 25. Oktober 2019 bei Paulina Gulinska-Jurgiel an: paulina.gulinska-jurgiel(at)geschichte.uni-halle(dot)de