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Die Ausstellung als Ort der Geschichtsvermittlung; VL: Polnische Literatur nach 1945; Seminar: Displaced Literature; Seminar: Aspekte der polnischen Literatur nach 1989

Seminar: Ausstellung als Ort der Geschichtsvermittlung am Beispiel biografischer Zugänge an deutsch-polnische Beziehungen im 20. Jahrhundert

Dozentin: Dr. Paulina Gulińska-Jurgiel

Das Blockseminar nähert sich dem Phänomen Ausstellung an. Zuerst setzen wir uns mit Definition(en) und Zielen sowie Arbeitsweisen bei der Umsetzung einer Ausstellung auseinander. Als nächstes nähern wir uns der Ausstellung als Ort der Geschichtsvermittlung an. Theoretisches Wissen setzen wir anschließend praktisch um. Anhand der Ausstellung „Bartoszewski 1922-2015: Widerstand - Erinnerung – Versöhnung“ arbeiten wir die dort präsenten Themenfelder der deutsch-polnischen Beziehungsgeschichte im 20. Jahrhundert heraus. Am Beispiel des Hauptprotagonisten der Ausstellung und der Schlüsselfigur der deutsch-polnischen Versöhnung nach 1945 – Władysław Bartoszewski - diskutieren wir biografische Zugänge als narratives Instrument im Ausstellungsbereich. Die Ergebnisse besprechen wir mit dem Ideengeber der Ausstellung, Marcin Barcz. So vorbereitet bauen wir gemeinsam die Ausstellung im Literaturhaus in Halle im Juni 2020 auf und präsentieren sie bei einer Vernissage und bei Führungen einem möglichst breiten Stadt- und Universitätspublikum (Anm. Dieser Punkt steht angesichts der aktuellen Lage unter Vorbehalt. Als Alternativszenario ist eine digitale Führung durch die Ausstellung vorgesehen).

Informationen zur Ausstellung: https://www.dpgberlin.de/de/bartoszewski-initiative/ausstellung/

Anmeldungen bei StudIP bis zum 18. April oder direkt bei der Dozentin via E-Mail: paulina.gulinska-jurgiel(at)geschichte.uni-halle(dot)de

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Vorlesung: Polnische Literatur nach 1945

Dozentin: Prof. Andrea Meyer-Fraatz

Die Vorlesung gibt in der jeweils ersten Stunde der Sitzungen einen Überblick über Einzelaspekte der polnischen Literatur von 1956 bis heute. Anhand ausgewählter Autoren und Text(ausschnitt)e sollen diese Einzelaspekte im Gespräch mit den Teilnehmenden erörtert werden. Literaturhinweise und die zu lesenden Texte werden zu Beginn der Vorlesung bereitgestellt.

Module:

MSLAW 1 Literatur und Kultur in Russland

BSLAW 1 Basismodul Einführung in die Literaturwissenschaft (Russisch)

MSLAW 2.2 Polnische/Tschechische Literatur im Kontext

BSLAW 2.2 Aufbaumodul Literaturwissenschaft (Westslawistik)

Zusammen mit dem Seminar "Szczepan Twardochs Roman Drach und das Schlesische aus sprach- und literaturwissenschaftlicher Sicht" kann die Vorlesung als ein literaturwissenschaftiches Modul abgerechnet werden.

Einschreibung (Jena) über Friedolin: https://friedolin.uni-jena.de/qisserver/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung&veranstaltung.veranstid=170263

oder direkt bei der Dozentin via E-Mail: andrea.meyer-fraatz(at)uni-jena(dot)de

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Displaced Literature? Randständiges Erzählen in der polnischen Nachkriegsliteratur

Dozent: Johann Wiede, M.A.

Das Seminar greift in interdisziplinärer Perspektive ein randständiges Thema der polnischen (Literatur-)Geschichtsschreibung auf: die Displaced Persons – die „Hinterlassenschaft der nationalsozialistischen Herrschaft im Zweiten Weltkrieg “ (Wolfgang Jacobsmeyer), ehemalige Zwangsarbeiter, KZ-Überlebende, Kriegsgefangene und Verschleppte, vor allem aus Mittel- und Osteuropa, die aus Sicht der alliierten Besatzungsmächte wieder zurück in ihre zerstörten Heimatländer zurückkehren sollten.

Anhand exemplarischer Textanalysen von wenig bekannten polnischen Autor/innen (u.a. Tadeusz Borowski, Jerzy Stempowski,Tadeusz Nowakowski, Irma Zembrzuska, Kazimierz Zenon) untersuchen die Teilnehmenden sowohl das Bild und die Darstellung von Displaced Persons als auch die Rolle dieser Texte in der polnischen Nachkriegsliteratur, die sowohl von Betroffenen wie auch Nicht-Betroffenen geschrieben wurde. Leitfragen sind hierbei, auf welche Weise geschichtliche Vorgänge autobiographisches und fiktionales Schreiben beeinflusst und wie Literatur geschichtliche Vorgänge und ihre Darstellung prägt.

Das Seminar dient der systematischen Übung und gemeinsamen Erarbeitung exemplarischer literarischer Texte. Ziel ist die Vermittlung von erzähltheoretischen Analyseformen und die Einbettung der besprochenen Literatur in den Kontext der KZ- und Holocaustliteratur, der Lagerliteratur und der polnischen Exilliteratur. Dabei soll mithilfe ausgewählter Sekundärtexte, die jede Woche vorbereitet und diskutiert werden, auf die historische und politische Kontextualisierung, die Erzählmittel und die Motivauswahl der Erzähltexte eingegangen werden.

Gemeinsam mit der Vorlesung von Prof. Meyer-Fraatz bildet das Seminar das Modul MSLAW 2.2.

Module:

HIST 860 Seminar Osteuropäische Geschichte

MSLAW 2.2 Polnische/Tschechische Literatur im Kontext

BSLAW 2.2 Aufbaumodul Literaturwissenschaft (Westslawistik)

Ort: Diskussionen und Referate werden über die Moodle-Chatfunktion und Jitsi abgehalten

Literatur: Wird zu Beginn des Seminars bekanntgegeben und über Moodle verfügbar gemacht;

Bemerkung: Das Modul MSLAW 2.2 setzt sich zusammen aus diesem Seminar und der dazugehörigen Vorlesung bei Prof. Dr. Andrea Meyer-Fraatz.

Leistungsnachweis: Regelmäßige Lektüre, Teilnahme an Online-Diskussionen (über Jitsi und Moodle), kurze Aufgaben auf Moodle, Essay bis Semester-Ende (5-8 Seiten)

Voraussetzungen: Es werden polnischsprachige Texte, meist in deutscher Übersetzung, besprochen. Lesekenntnisse des Polnischen sind daher nicht unbedingt notwendig, aber von Vorteil

Zielgruppe: Bachelor- und Masterstudierende der Westslawistik und der Geschichtswissenschaften, Erasmusstudierende und Interessierte

Einschreibung über Friedolin (Jena): https://friedolin.uni-jena.de/qisserver/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&publishid=173623&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung

oder direkt beim Dozenten via E-Mail: johann.wiede(at)uni-jena(dot)de

 

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Kleine Heimaten, Phantastik und Konsumkritik: Aspekte der polnischen Literatur nach 1989

Dozent: Dr. Thomas Schmidt

Das Seminar beschäftigt sich mit der polnischen Literatur nach 1989. Neben historischen und literaturgeschichtlichen Aspekten werden exemplarisch zentrale Texte nach 1989 gelesen und unter verrschiedenen Aspekten (historisch, ästhetisch, politisch ...) analysiert. Das Seminar steht sowohl Slawistik- und Erasmusstudierenden als auch allen Interessierten offen.

Gemeinsam mit der Vorlesung von Prof. Meyer-Fraatz bildet das Seminar das Modul BSLAW 2.2.

Modul: BSLAW 2.2 Aufbaumodul Literaturwissenschaft (Westslawistik)

Literatur: Eine Auswahlbibliographie wird in der ersten Sitzung zur Verfügung gestellt. Bemerkung: Das Modul BSLAW 2.2 setzt sich zusammen aus diesem Seminar und der dazugehörigen Vorlesung bei Prof. Dr. Andrea Meyer-Fraatz.

Leistungsnachweis: Regelmäßige Teilnahme, Referat und Hausarbeit sowie Teilnahme an der dazugehörigen Vorlesung. Zielgruppe: Studierende der Westslawistik im EF, der Ostslawistik im KF mit Polnisch als zweiter Slawine, Erasmusstudierende und alle Interessierte

Einschreibung über Friedolin (Jena): https://friedolin.uni-jena.de/qisserver/rds?state=verpublish&status=init&vmfile=no&moduleCall=webInfo&publishConfFile=webInfo&publishSubDir=veranstaltung&veranstaltung.veranstid=169396

oder direkt beim Dozenten via E-Mail: thomas.schmidt3(at)uni-jena(dot)de