Od semestru letniego 2014 roku Centrum Studiów Polskich im. Aleksandra-Brücknera prezentuje we współpracy z Kinem im Schillerhof cykl filmów polskich. Aktualne produkcje i wybrane klasyki polskiej kinematografii poświęcone są historycznym i współczesnym formacjom polskiej państwowości, społeczeństwa, języka i kultury. Wszystkie filmy zostaną krótko przedstawione przez naukowców z Centrum Studiów Polskich im. Aleksandra Brücknera, którzy będą również dostępni do dyskusji z widzami po projekcjach.
Szene aus »Listy z Wilczej« © So FILMS
Polnisches Kino in Halle: Listy z Wilczej | Letters from Wilcza (PL | DE 2025)
Montag, 20.04.2024, 18.00 Uhr im Puschkino (Kardinal-Albrecht-Str. 6, 06108 Halle)
Arjun Talwar kam vor vielen Jahren nach Polen. Er arbeitet in Warschau und hat Polnisch gelernt. Die kleine Straße, in der er lebt, kennt er wie seine Westentasche – sie ist ein Mikrokosmos, der die polnische Gesellschaft im 21. Jahrhundert spiegelt. Was auch bedeutet: Talwar ist zwar Teil dieses Mikrokosmos, fühlt sich aber immer noch als Fremder. Freund*innen ausländischer Herkunft teilen seine Erfahrungen – sie können in der multikulturell gewordenen Touristen-Stadt Warschau zwar arbeiten, einkaufen und ihre Freizeit verbringen, werden aber das Gefühl nicht los, dauerhaft im Abseits zu stehen.
Talwar nimmt für seinen Film-Essay die Kamera in die Hand und beginnt, im raschen Wechsel zwischen Orten, Szenen und Jahreszeiten diesen Mikrokosmos zu erforschen. Dabei entdeckt er Menschen, Orte und Phänomene, die er bisher übersehen hatte. Er erzählt von Freunden, die an ihrer missglückten Integration gescheitert sind, und findet Menschen, die sein Schicksal teilen. Abwechselnd beobachtet er seine unmittelbare Umgebung und sich selbst. Dabei stellt er im Off-Kommentar immer wieder die Frage: Muss ich mich ändern oder muss die polnische Gesellschaft sich ändern, damit Zugezogene selbstverständlich Teil der Gemeinschaft werden können? [Rainer Mende]
Listy z Wilczej / Briefe aus der Wilcza
PL/D 2025
R/B/K: Arjun Talwar
98 Min., OmdU
S: Bigna Tomschin (Haupteditorin), Arjun Talwar & Sabina Filipowicz
M: Aleksander Makowski
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