apl. Prof. Dr. Jürgen Heyde

wissenschaftlicher Mitarbeiter

Institut für Geschichte
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Emil-Abderhalden-Straße 26-27
Raum: 2.06.0
D-06108 Halle (Saale)

E-Mail: juergen.heyde@geschichte.uni-halle.de
Tel.: +49 (0) 345 55-24324


Wissenschaftlicher Werdegang

Jürgen Heyde studierte osteuropäische und mittlere Geschichte sowie Polonistik in Giessen, Mainz, Warschau und Berlin, wo er 1998 promoviert wurde. Danach schloss sich eine Tätigkeit am DHI Warschau an, und 2003 wechselte er an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, wo er 2009 habilitiert wurde. Seit 2016 lehrt er als apl. Prof. an der MLU, von 2014 bis 2022 war er zudem wiss. Mitarbeiter am GWZO Leipzig. Seine Forschungsschwerpunkte bilden die Geschichte Polens in ihren Verflechtungen mit den jüdischen und armenischen Bevölkerungen in Polen-Litauen im Mittelalter und der Frühen Neuzeit sowie im späteren Galizien im langen 19. Jahrhundert. Die jüngsten Buchveröffentlichungen sind: „Das neue Ghetto“? Raum, Wissen und jüdische Identität im langen 19. Jahrhundert, (Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden; 52) Göttingen: Wallstein 2019 und Geschichte Polens (Beck’sche Reihe; 2385), 5. überarbeitete Auflage, München: C.H.Beck 2023.

Aktuelles Forschungsprojekt

Migrationsgesellschaft und transkulturelle Verflechtung in einem plural verfassten Stadtraum: Kamjaneć-Podilśkyj im 16./17. Jahrhundert (DFG, 2019-2025). Vor kurzem erschienen: Kamjaneć Podils’kyj als vormoderne Migrationsgesellschaft. Ein (post-)migrantischer Blick auf Selbstverwaltung und Wissensproduktion, in: Historische Mitteilungen der Ranke Gesellschaft 33 (2022) (erschienen 2023), S. 203-222.

Abgeschlossene Forschungsprojekte

„Der Krieg von Chotin 1621 und seine Folgen für das Leben und die Lebensumstände der Bevölkerung und der Soldaten“ (zus. mit: Halina Yatseniuk, Yuriy Fedkovych National University Černivtsi) [Volkswagenstiftung, 2022 bis 2023]

„Ethnische Gruppenbildung in der Vormoderne. Interkulturalität und Transkulturalität am Beispiel der Armenier im östlichen Europa“ [DFG, 2015 bis 2019]

Forschungsschwerpunkte

  • Polen-Litauen vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert
  • Migrantische Bevölkerungen in Ostmitteleuropa
  • Jüdische Geschichte
  • Vormoderne Migrationsgesellschaften
  • Wissensgeschichte

Ausgewählte Publikationen

2019: „Das neue Ghetto“? Raum, Wissen und jüdische Identität im langen 19. Jahrhundert, (Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden; 52) Göttinge

2023: Geschichte Polens (Beck’sche Reihe; 2385), München; 5. Überarbeitete Auflage.

2023: Kamjanec Podils’kyj als vormoderne Migrationsgesellschaft. Ein (post-)migrantischer Blick auf Selbstverwaltung und Wissensproduktion, in: Historische Mitteilungen der Ranke Gesellschaft 33 (2022) (erschienen 2023), S. 203-222.

2022: Menschen mit Migrationshintergrund. Judaei und Teutonici im mittelalterlichen Polen; osmikon – Themendossiers "Shared Histories": (online 20.9.2022, zur Veröffentlichung angenommen 13.4.2021).